Lebenslange Haft für russischen Soldaten. Erster Prozess wegen Gräueltaten. Schlagzeilen in deutschen Medien.

Ein Mann tötet einen anderen Mann. Das wurde kürzlich in unseren Medien als Kriegsverbrechen dargestellt. Und in den Premium-Nachrichten hoch und runtergeleiert.


Angeblich wurde ein Auftrag, ein Befehl, umgesetzt. Offensichtlich war das, das Motiv?
Die deutschen Staats-Medien plapperten hier mal wieder den ukrainischen Behörden nach. Kriegsverbrechen? Lachhaft! Sicher kann man das so auslegen. Aber eine andere Interpretation wäre auch möglich. Zum Beispiel als Auftragsmord. Denn von Kriegsverbrechen habe ich andere Vorstellungen. Und diese Tat noch als „russische Gräueltaten in der Ukraine“ zu bezeichnen, spottet jeder journalistisch klaren Denkweise.
Mir geht es hier aber nicht darum, festzustellen, war es ein Kriegsverbrechen oder war es kein Kriegsverbrechen. Mir geht es um das journalistische Aufbauschen dieses Falles in den deutschen Staats-Medien. Bei Drohnenangriffen der USA sind bekanntlich in den zurückliegenden Jahren viele Zivilisten ums Leben gekommen. Kaum ein deutsches Medium hatte bei diesen Taten das Wort „Kriegsverbrechen“ in den Mund genommen.
Für mich wieder einmal ein Beleg dafür, wie ein Großteil der deutschen Presse, insbesondere der deutschen Staatspresse, den westlichen Politikern nach dem Munde redet.
Das ist keine gute journalistische Leistung.

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Am 26.05.2022 veröffentlicht